Ein Musical für Bremen

„Jekyll & Hyde“ Im Vorfeld der Expo 2000 Euphorie arbeitete  auch die Stadt Bremen daran sich touristisch attraktiver darzustellen. Den erfolgreichen Hamburger Musicals nacheifernd, wurde aus dem ehemaligen Zentralbad am Richtweg (u.a. auch: Markthalle, Astoria) ein Musical Theater gemacht. An der Entwicklung vieler Werbemittel der sog. Pre-Opening Phase war ich bei Papp & Klemm beteiligt.

Mit dem Wechsel der Lead Agentur zur Startphase der Produktion wurde dann leider auch der Untergang eingeleitet. In der Endphase wurde dann schließlich noch ein Funkspot ausgestrahlt, den ich damals produziert hatte. Ich selbst war nur in der letzten Aufführung anwesend.

(M)Ein Logo schmückt halb Berlin

Eine glückliche Fügung ergab, dass ein Produktmanager der Getränkebranche zur Schultheiss Brauerei nach Berlin wechselte. Irgendwie fand er dort nicht die Partner, die dass umsetzen konnten, was er sich vorstellte, und so kontaktierte er unsere Agentur. Es ging um den Relaunch der Marke „Schultheiss“. In der Zeit erschienen auch bierähnliche Getränkesorten wie „light“ und „alkoholfrei“ und das Sortiment musste passend ergänzt werden. Nicht ohne Stolz betrachte ich nach der Maueröffnung in einem Supermarkt etwa 12 m Regallänge mit den gelifteten Berliner Produkten. Bei der nächsten Berliner Weiße können Sie ja mal an mich denken, denn auch auf dem „Colani-Pokal“ klebt ein Logo, das ich umgesetzt habe.

Die ganze Produkt-Palette wurde modernisiert und inzwischen prangt über der Hälfte der Kneipen Eingänge in der Hauptstadt „mein“ Schulheiss-Logo.

Der erste Push-up-BH

Viele angenehme Stunden verbrachte ich mit dem Layout und der Retusche von Dessousfotographien. Unter anderem auch mit den Werbemitteln zur Markteinführung sog. Push-up BHs. Ein englischer Hersteller entwickelte die damals sog. „Mogelpackung“ mehr zu zeigen als Frau hatte. Nicht ganz unumstritten in den 90ern.

Entwerfen in Zeiten von Glasnost und Peristroika

Die Berliner Mauer war gefallen und ein Bremer Bauinvestor entschloss sich ein nobles Hotel in Riga zu sanieren. In dieser Aufbruchstimmung von Glasnost und Peristroika, als die baltischen Staaten um ihre Unabhängigkeit kämpften, war ich mit den Werbemitteln für das „Hotel de Rome“ in Riga beschäftigt. Unter anderem fand sich in einem Prospekt ein Stadtplan mit den Sehenswürdigkeiten der alten Hansestadt Riga. Aus den Nachrichten erfuhr man von den Geschehnissen vor Ort, eigentlich hätte ich Panzer auf die Straßen zeichnen müssen… Jedenfalls … einige Sehenswürdigkeiten aus kommunistischen Zeiten mussten während der Gestaltungsphase aus der Karte entfernt werden und verschwanden auch in der Wirklichkeit.